Schlafzimmer Gestaltung – es kommt nicht auf die Größe an!

Ich zeige dir heute, dass es auch möglich ist, kleine Räume ganz groß rauszubringen!

Gerade beim Schlafzimmer denkt man ja meistens direkt an einen großen Raum, in den viel reinpassen muss.
Bett, Schränke, Kommoden, vielleicht noch ein Schminktisch etc.
Gemütlich soll es natürlich auch sein, damit man sich Abends entspannen und ruhige Nächte haben kann.

Wir standen vor kurzem tatsächlich vor dieser Herausforderung, unser Schlafzimmer vom größten in den kleinsten Raum zu bekommen.

Wir haben quasi drei Schlafzimmer im Haus. Das größte war das Elternschlafzimmer, das mittlere Zimmer hat die Große und das kleinste Zimmer haben sich die Jungs geteilt. Da der Kleine noch das umgebaute Kinderbett hatte, war das kein Problem. Und da die Jungs hauptsächlich im Wohnzimmer spielen, brauchten wir oben auch nicht viel Platz im Kinderzimmer.

Aber, auch die Zwei werden natürlich größer und somit brauchten wir für unseren Kleinsten auch ein größeres Bett. Somit hatten wir keine andere Wahl mehr als die Zimmer zu tauschen.

Ich habe also angefangen zu planen.

Da die Zimmer im Obergeschoss sind, haben wir dort Schrägen, die bei der Planung berücksichtigt werden mussten.

Im großen Zimmer hatten wir vorher ein Familienbett, welches dann natürlich weichen musste.
Durch die richtige Planung und Aufteilung haben wir aber unser 1,80m großes Bett und unseren großen PAX Kleiderschrank unterbekommen.

Mir war es wichtig, nachdem die Kids jetzt jahrelang mit bei uns geschlafen haben und unser Schlafzimmer so gar nicht gemütlich war, einen Rückzugsort zu schaffen. Einen Ort, an dem ich mir auch einfach mal Zeit zum Buch lesen oder zum Meditieren nehmen kann.
Einen Ort der Ruhe, Gemütlichkeit und Klarheit ausstrahlt. Der nicht vollgestopft und unordentlich ist.

Um diesen Ort zu schaffen, war es mir wichtig den Schlaf- und Ankleidebereich zu trennen.
Und glaubt mir, ich habe anfangs nicht gedacht, dass es wirklich möglich ist in diesem kleinen Raum aber ich habe es tatsächlich geschafft.

Wir haben den Kleiderschrank als Raumteiler verwendet, so dass auf der Rückseite unser Bett steht und auf der anderen Seite sogar noch eine Kommode um genug Stauraum zu haben. Im großen Zimmer hatten wir noch ein schmales Schrankelement, welches aber nicht mit ins kleine Zimmer gepasst hätte. Deswegen war es wichtig zusätzlich noch eine Kommode unter zu bekommen.

Hätte ich das Bett dort hingestellt, wo jetzt die Kommode steht, dann wäre das Zimmer nicht optimal genutzt worden. Ich hätte dann den Schrank und die Kommode an allen übrigen freien Flächen verteilen müssen. Dadurch wäre sofort wieder Unordnung und Unruhe entstanden.

Mein Tipp für euch:

Messt ganz genau jede Wand, jede Nische aus und macht euch am besten eine Zeichnung.
Entweder ihr nutzt dafür ein Online Programm oder ihr zeichnet euch die Möbel maßstabsgetreu auf und schneidet sie aus. So könnt ihr sie auf eurer Zeichnung hin und her bewegen um die optimale Raumaufteilung zu finden.

Natürlich ist auch die Farbgestaltung wichtig bei eurer Raumplanung. Überlegt euch, welche Stimmung ihr erzeugen möchtet und sucht dementsprechend eure Farben aus.
Welche Möbel sollen dazu passen, welche Accessoires möchtet ihr verwenden und welche Funktionen soll der Raum erfüllen?

Wichtig ist auch, dass ihr euch vorher überlegt, was ihr noch an Möbeln aus eurem Bestand verwenden könnt. Manchmal kann man alte Möbel, die noch intakt sind durch kleine Veränderungen aufpeppen.

Unser PAX Schrank hat zum Beispiel einfach neue Türgriffe in Holzoptik bekommen. Vorher hatten wir schwarze Griffe dran. Die Spiegeltür, die vorher an dem schmalen Schrank- Element dran war, haben wir an die Wand gehängt. Dadurch brauchten wir keinen Wandspiegel kaufen.

Unser Bettrahmen hat an einer Seite ziemlich durch das Baby- Beistellbett gelitten. Dadurch, dass der Schrank aber direkt dadran steht, sieht man es nicht und wir haben uns entschieden, es erstmal noch zu behalten, da es ansonsten noch komplett in Ordnung ist.

Wir haben bei der Umgestaltung also auch wieder auf Nachhaltigkeit geachtet.

Die Schrank- Rückwand zum Schlafbereich habe ich mit einer Fototapete gestaltet.
Ich habe ein Foto verwendet, welches in Dänemark, in einem wunderschönen Familienurlaub entstanden ist. Dadurch habe ich einen ganz persönlichen Rückzugsort geschaffen.
Bei der Wandfarbe und auch bei den Accessoires habe ich auf helle und natürliche Farben gesetzt, um den kleinen Raum trotzdem hell und freundlich zu gestalten.

Ich liebe es, wenn die Sonne durch das Dachflächenfenster rein scheint, wenn man den Regen auf das Fenster prasseln hört oder wenn im Frühling und Sommer schon ganz früh das Vogelgezwitscher- Konzert zu hören ist.

Ihr seht also, es kommt nicht auf die Raumgröße drauf an, sondern auf das, was ihr daraus macht.

Ich habe einen kleinen Raum in einen Wohlfühlort verwandelt und es trotzdem geschafft, alle gewünschten Funktionen unterzubringen.
- durch die Aufteilung
- durch die Farbgestaltung
und
- durch die Auswahl der Accessoires und Deko- Elemente

Weniger ist da oft mehr und bringt euch viel mehr Leichtigkeit und Luft zum Atmen.

Wenn ihr also auch einen kleinen Raum neu gestalten möchtet oder müsst, macht euch eine Zeichnung/einen Plan und ihr werdet sehen, es wird euch viel leichter fallen, die passende Aufteilung zu finden.

Oder ihr schreibt mir einfach und ich unterstütze euch gerne dabei.

Eure Tina


Wenn ihr euch diesen Post für später pinnen möchtet, könnt ihr gern dieses Foto verwenden.

Schreibe einen Kommentar